Die Ursachen für Durchfall können vielfältig sein, in einigen Fällen bleiben sie jedoch unbekannt (idiopathisch). Durchfall bei Hund und Katze äußert sich durch häufigen, weichen, breiigen oder flüssigen Kot und stellt eher ein Symptom als eine eigenständige Erkrankung dar. Besonders Jungtiere sind häufig von Durchfall betroffen. Beim Pferd ist Durchfall gekennzeichnet durch häufiges „Äppeln“ und das Ausscheiden von Kotwasser, was u.a. zu einem starken Verlust der Elektrolyte führt. Die häufigsten Ursachen von Durchfall stellen eine falsche Ernährung oder Ernährungsumstellung dar, gefolgt von Infektionen oder Wurmbefall, Erkrankungen des Pankreas, Malabsorption des Dünndarms, schlechte Zähne (v.a. beim Pferd), psychische Faktoren und Fremdkörper.
In diesem Durchfall-SCREEN werden Parameter erfasst, die die häufigsten Durchfallursachen wie Parasitenbefall, Dysbakterie-Keime sowie gestörte Pankreasfunktion überprüfen.
PARAMETER: Parasitologische Untersuchung, Bakteriologie (aerob) und Mykologie, obligat und fakultativ pathogene Bakterien inkl. Anreicherung auf Salmonellen, Gasbildner und pH-Wert
Hund: + Pankreatische Elastase; Katze: + Mikroskopische Nahrungsausnutzung; Pferd: + Sandgehalt und Partikelgröße
MATERIAL: max. 3/4 gefülltes Kotröhrchen (Frisch- und Sammelkot)
Bei einer Kotuntersuchung wird der Kot des Tieres auf seine Bestandteile hin geprüft. Normalerweise setzt sich Tierkot aus den unverdaulichen Komponenten des Futters, verschiedenen Darmbakterien und körpereigenen Substanzen zusammen.
Je nach Zusammensetzung des Kots können Rückschlüsse auf eventuelle Stoffwechselerkrankungen, Infektionen, parasitische Mitbewohner oder eine bakterielle Fehlbesiedlung des Darms rückgeschlossen werden. Der Magen-Darm-Trakt reagiert in der Regel auf verschiedenste Störungen mit den stereotypen Abwehrmechanismen Durchfall und/oder Erbrechen. Bakterielle Gasbildung führt zu Blähungen.
Weitere Folgen sind Leberbelastung und sichtbares Unwohlsein mit sprödem Haarkleid. Die Ursachen können vielfältiger Natur sein, wobei die Gründe für Verschiebungen der Bakterienflora (Dysbiose) hier ebenfalls berücksichtigt werden.